Sowohl als auch statt entweder oder

Felix Pahl bespricht mein Buch „Deutsche, Linke und der Nahostkonflikt“ im Forschungsjournal Soziale Bewegungen (Heft 3-2014). Trotz des Titels „Sowohl als auch statt entweder oder“ stimmt er nicht nur in die allgemeine Wahrnehmung ein, dass das Buch sachlich und ausgewogen usw. ist, sondern beschäftigt sich ernsthaft mit den darin vertretenen theoretischen Ansätzen. Ein paar Ausschnitte…

[Ullrich] vollzieht aber auch nach, wie die jahrzehntelange
Auseinandersetzung mit diesen Positionen
allmählich einen Lernprozess hervorgebracht
hat, den er als Komplexitätssteigerung
versteht, und zwar auf der individuellen aber
vor allem auch auf der sozialen Ebene.
[…]

Mir ist kein anderer Text bekannt, der sich
so differenziert und ausführlich mit diesem
vielschichtigen Thema auseinandersetzt. Es
zeigt sich, dass es mit hinreichender Sorgfalt
durchaus kohärent möglich ist, sowohl den
inflationären und damit entwertenden Gebrauch
des Antisemitismusvorwurfs als auch
seine reflexhafte Abwehr zu kritisieren; sowohl
die Fiktion eines Tabus gegen Kritik an israelischer
Politik als auch die Auswirkungen der
Stigmatisierung solcher Kritik auf den Diskurs
zu problematisieren;

[…]

In Bezug auf den linken Nahostdiskurs
konstatiert er eine ethnozentrische
Struktur, die aufgrund der Dominanz des Zugangs
über die Themen Antisemitismus,
Shoah und Erinnerungspolitik nichtdeutsche
Perspektiven strukturell benachteiligt.

Zu den weiteren Reaktionen und Rezensionen geht es hier.

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Ein Gedanke zu „Sowohl als auch statt entweder oder

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