#NoG20 – Ausblick auf den Ausnahmezustand

Die G20-Proteste haben zu viel medialer Resonanz geführt. Wir vom ipb waren gefragte Gesprächspartner der Medien. Ich habe mich im Faktenfinder der Tagesschau u.a. zur dilemmatischen Ausgangslage für die Polizei  geäußert, die sie einseitig zulasten der Proteste aufgelöst hat (im Einsatzbefehl steht entsprechend, dass der Gipfel höchste Priorität genießt) und ich erörtere die Repression von Protest durch die Polizei. Weiterlesen

Studentische/r Mitarbeiter/in gesucht

Ich suche eine/n studentischen Mitarbeiter/in im Projekt zu Videoüberwachung von Demonstrationen.

Der Umfang beträgt 80h/Monat. Voraussichtlicher Zeitraum ist vom 15.09.2016 bis 30.04.2017.

Bewerbungsschluss ist am 25.07.2016.

Details zu der Ausschreibung finden Sie hier.

 

Crisis and Control – Zur Militarisierung des polizeilichen Umgangs mit Protest

Rezension des Buches „Crisis and Control. The Militarization of Protest Policing“ von Lesley Wood (Pluto Press 2014), Rezensent: Peter Ullrich

Aufmerksamen Beobachter_innen des Versammlungsgeschehens in westlichen Ländern wird ein Formwandel im Protest Policing, also dem polizeilichen Umgang mit Protest, nicht entgangen sein. Am augenfälligsten wird dieser Wandel in der hochtechnisierten Schutzausrüstung moderner Einsatzkräfte, die durch dunkle Farben, umfassende Panzerung, Bewaffnung und Technikausstattung meist mit „Robocops“ assoziiert wird. Zu diesem Wandel gehören auch Einsatztaktiken wie massive Kontrollen und Einschließungen (der Demonstrierenden oder ihrer Protestziele, bspw. Gipfeltreffen), die Zunahme präventiver (informationsbasierter) Einsatzkonzepte, polizeilicher Öffentlichkeitsarbeit und nicht zuletzt der vermehrte…

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Postdemokratische Empörung – Working Paper zu Mahnwachen, Pegida und, und, und…

Von wegen Sommerloch, hier kommt mein aktuelles Working Paper in der Reihe des Protestinstituts zu Empörung und Empörten in der Postdemokratie:

Postdemokratische Empörung. Ein Versuch über Demokratie, soziale Bewegungen und gegenwärtige Protestforschung, Reihe: ipb Working Papers, Juli 2015

Zusammenfassung: Weiterlesen

CfP: Panel – Protest und Polizei in der Überwachungsgesellschaft

Auf dem Kongress der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft vom 21. bis 25. September 2015 an der Universität Duisburg-Essen in Duisburg zum Thema „Vorsicht Sicherheit! Legitimationsprobleme der Ordnung von Freiheit“ veranstalten Judith Vey und Peter Ullrich (beide TU-Berlin und Verein für Protest und Bewegungsforschung) für den  Arbeitskeis soziale Bewegungen das Panel: „Protest und Polizei in der Überwachungsgesellschaft“. Weiterlesen

Forschungsbericht „Antisemitismus als Problem und Symbol“ erschienen

Der von Michael Kohlstruck und Peter Ullrich verfasste Forschungsbericht aus dem Forschungsprojekt „Antisemitismus in Berlin 2010-2013“ am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin ist erschienen.

Forschungsbericht:ASB Deckblatt groß

Kohlstruck, Michael; Ullrich, Peter (unter Mitarbeit von Franziska Paul und Jakob Quentin) (2014): Antisemitismus als Problem und Symbol. Phänomene und Interventionen in Berlin, Berliner Forum Gewaltprävention 52, Berlin: Landeskommission Berlin gegen Gewalt,

Update: [30.04.2015] 2. korrigierte Auflage erschienen. Download: Antisemitismus als Problem und Symbol

Der Forschungsbericht kann bei der Landeskommission Berlin gegen Gewalt auch als Druckexemplar bestellt werden.

„Gefährliche Orte“ / „Gefahrengebiete“ die Zweite

Es wird wieder mehr über polizeiliche Sonderrechte an ‚gefährlichen Orten‘ diskutiert. Hier erkläre ich im Interview mit Radio Corax und hier auf Radio Blau, was es damit auf sich hat. Außerdem interessant: Patrick Gensings Manifest gegen die „Neue Hamburger Schule„, also unter anderem eine Polizei, die sich ihre Eingriffsgrundlagen selber schafft:

In Hamburg verkünden Polizei und SPD-Senat derweil, das Gefahrengebiet zum Jahresbeginn sei ein Erfolg gewesen. Die Ausbeute von knapp 1000 Personenkontrollen: Unter anderem Klobürsten, ein Beutel mit Petersilie und ein Zelt. Absurd und bizarr – doch die öffentliche Kritik bleibt überschaubar. Denn den Takt zur Neuen Hamburger Schule gibt längst die Polizei an.

Hamburg/Gefahrengebiete

Angesichts der aktuellen Diskussionen um die Gefahrengebiete, die die Hamburger Polizei nach Landgrafenart (M. Kutscha) einrichtet, hier nochmal ein Hinweis auf einen Aufsatz von mir und Marco Tullney, der dieses polizeiliche Sonderrecht der „Gefahrengebiete“, „gefährlichen Orte“ oder „Kiriminalitätsbrennpunkte“ als vielfältig anwendbare soziale Ordnungs- und Kontrollstrategie untersucht:

Ullrich, Peter; Tullney, Marco 2012: Die Konstruktion gefährlicher Orte. Eine Problematisierung mit Beispielen aus Berlin und Leipzig, Sozialraum.de 2/2012, http://www.sozialraum.de/die-konstruktion-gefaehrlicher-orte.php. Weiterlesen

Protest- und Polizeiforscher/innen zur Polizeigewalt gegen Blockupy 2013

Offener Brief an die Landesregierung in Hessen
(see English below)

Protest- und Polizeiforscher*innen empört über Polizeigewalt gegen Blockupy-Proteste

Wir sind äußerst beunruhigt über das Vorgehen der Polizei gegen die Blockupy-Demonstration am 1. Juni 2013 in Frankfurt am Main. Als Protest- und/oder Polizeiforscher*innen haben wir die Entstehung der aktuellen Krisenproteste intensiv verfolgt und sind vertraut mit Erscheinungsformen und Dynamiken sozialer Proteste. Derzeit erleben wir große gesellschaftliche Umbrüche, die als Währungs-, Wirtschafts- oder Finanzkrise beschrieben werden. Gerade in solchen zentralen Fragen, wie der Sozial-, Geld- und Wirtschaftspolitik bedarf es eines breiten gesellschaftlichen Diskurses – und zu diesem gehören auch Meinungsäußerungen durch Demonstrationen und Proteste. Immer häufiger ist aber zu beobachten, dass von Seiten der Staatsmacht solche demokratischen Prozesse unterbunden oder stark behindert werden. Weiterlesen

Visual Analysis of social movements

The latest issue of „Research in Social Movements, Conflict and Change“ deals with the visual analysis of social movements.

Together with Priska Daphi and Anja Lê I wrote a piece about „Images of Surveillance: The Contested and Embedded Visual Language of Anti-Surveillance Protests“.

Abstract: This chapter provides an analysis of images produced and employed in protests against surveillance in Germany in 2008 and 2009. For this purpose, a method of visual analysis is developed that draws mainly on semiotics and art history. Following this method, the contribution examines a selection of images (pictures and graphic design) Weiterlesen