PODCAST: „The Legacy of the Left and Israel“

Am 16. März 2017 habe ich auf dem Abschlusspanel der Ringvorlesung „The Legacy of the Left and Israel (1967-2017)“ des Leo Baeck Institute und des German Historical Institute London über Antizionimus und Kritik an Israel diskutiert.

Mit dabei: Nick Cohen (The Observer, The Spectator), Prof. David Feldman (Birkbeck University of London) und Prof. Christiana Späti (University of Fribourg, Schweiz). Es ging um den hehren Versuch, ein Fazit zu den vielschichtigen Beziehungen der europäischen Linken zu Zionismus und Israel zu finden. In den vorausgegangenen Vorlesungen wurden britische, schweizer, französische und tschechische Fälle besprochen.

Die spannende Podiumsdiskussion kann hier online nachgehört werden.

Ringvorlesung „The Legacy of the Left and Israel (1967-2017)“

In der diesjährigen Lecture Series wird am Leo-Baeck-Institut in London die vielschichtige Beziehung der europäischen Linken zu Zionismus und Israel diskutiert. Es werden Debatten aus mehreren europäischen Ländern besprochen. 
Vorträge halten Brian Klug über die britische Linke (24.11.16), Christina Späti über die schweizer Linke (8.12.16), Michael Dreyfus über die französische Linke (26.01.17) und Jan Gerber über den Slánský-Prozess (16.02.17).
Ich diskutiere auf dem Abschlusspanel der Ringvorlesung am 16.03.17 zusammen mit Nick Cohen, David Feldman und Christiana Späti mit dem hehren Versuch, ein Fazit zu finden.

Postdemokratische Empörung – Working Paper zu Mahnwachen, Pegida und, und, und…

Von wegen Sommerloch, hier kommt mein aktuelles Working Paper in der Reihe des Protestinstituts zu Empörung und Empörten in der Postdemokratie:

Postdemokratische Empörung. Ein Versuch über Demokratie, soziale Bewegungen und gegenwärtige Protestforschung, Reihe: ipb Working Papers, Juli 2015

Zusammenfassung: Weiterlesen

2. Auflage: „Antisemitismus als Problem und Symbol“

Unsere Studie Antisemitismus als „Problem und Symbol“ war innerhalb kürzester Zeit vergriffen. Nun ist sie in zweiter, korrigierter Auflage erschienen und kann wieder kostenfrei bestellt beziehungsweise heruntergeladen werden.

Michael Kohlstruck und Peter Ullrich 2015: Antisemitismus als Problem und Symbol. Phänomene und Interventionen in Berlin, Berliner Forum Gewaltprävention 52 (unter Mitarbeit von Franziska Paul und Jakob Quentin), 2., korr. Auflage, Berlin: Landeskommission Berlin gegen Gewalt, 140 S., ISSN: 1617-0253,
https://depositonce.tu-berlin.de/bitstream/11303/4866/1/kohlstruck_et-al.pdf

Zusammenfassung: Die am Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) der Technischen Universität Berlin verfasste Studie befasst sich unter anderem mit folgenden Fragen: Welche Konzepte gegen heutigen Antisemitismus gibt es in Berlin? Wer beobachtet mit welchen Instrumenten die verschiedenen aktuellen Phänomene des Antisemit… mehr

Für eine reflexive Antisemitismusforschung

Die Studie »Antisemitismus als Problem und Symbol«, die ich zusammen mit Michael Kohlstruck am Zentrum für Antisemitismusforschung verfasst habe, hat Staub aufgewirbelt, insbesondere seit sich das American Jewish Committee (AJC) kritisch dazu geäußert hat. In der Folge hat Matthias Küntzel unter anderem im Dossier der Jungle World (10/2015) seine Meinung kundgetan. Als Autoren freuen wir uns über das Interesse an unseren Forschungsergebnissen und über kons­truktive Kritik. Jedoch läuft Küntzels Interpretation unserer Forschung im Kern auf die Unterstellung hinaus, wir würden Antisemitismus systematisch Weiterlesen

Forschungsbericht „Antisemitismus als Problem und Symbol“ erschienen

Der von Michael Kohlstruck und Peter Ullrich verfasste Forschungsbericht aus dem Forschungsprojekt „Antisemitismus in Berlin 2010-2013“ am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin ist erschienen.

Forschungsbericht:ASB Deckblatt groß

Kohlstruck, Michael; Ullrich, Peter (unter Mitarbeit von Franziska Paul und Jakob Quentin) (2014): Antisemitismus als Problem und Symbol. Phänomene und Interventionen in Berlin, Berliner Forum Gewaltprävention 52, Berlin: Landeskommission Berlin gegen Gewalt,

Update: [30.04.2015] 2. korrigierte Auflage erschienen. Download: Antisemitismus als Problem und Symbol

Der Forschungsbericht kann bei der Landeskommission Berlin gegen Gewalt auch als Druckexemplar bestellt werden.

Vorstellung des Forschungsberichts “Antisemitismus als Problem und Symbol.“

Am Mittwoch, 7.1.2015 wird die Studie „Antisemitismus als Problem und Symbol. Phänomene und Interventionen in Berlin“ um 15:00 im Rathaus Charlottenburg öffentlich vorgestellt. Zu dieser Veranstaltung sind Sie herzlich eingeladen.

Die von Peter Ullrich und Michael Kohlstruck am Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) der TU Berlin verfasste Studie befasst sich unter anderem mit folgenden Fragen:
Welche Konzepte gegen Antisemitismus gibt es in Berlin? Wer beobachtet mit welchen Instrumenten die verschiedenen Phänomene des Antisemitismus? Welche Erklärungsversuche, Ursachenanalysen und Einschätzungen der festgestellten Phänomene gibt es und wovon hängen diese ab? Welche Handlungsempfehlungen können aus den Erkenntnissen – insbesondere für die Bearbeitung des Themas im pädagogischen Kontext – abgeleitet werden?

Die Studie wurde im Auftrag der Landeskommission Berlin gegen Gewalt erstellt.  Ausführliche Informationen zum Programm und Anmeldung zu der Veranstaltung finden sie auf den Seiten der Landeskommission Berlin gegen Gewalt.

Sowohl als auch statt entweder oder

Felix Pahl bespricht mein Buch „Deutsche, Linke und der Nahostkonflikt“ im Forschungsjournal Soziale Bewegungen (Heft 3-2014). Trotz des Titels „Sowohl als auch statt entweder oder“ stimmt er nicht nur in die allgemeine Wahrnehmung ein, dass das Buch sachlich und ausgewogen usw. ist, sondern beschäftigt sich ernsthaft mit den darin vertretenen theoretischen Ansätzen. Ein paar Ausschnitte… Weiterlesen

Reaktionen und Rezensionen zu „Deutsche, Linke und der Nahostkonflikt“

Mein aktuelles Buch (Peter Ullrich: Deutsche, Linke und der Nahostkonflikt. Politik im Antisemitismus- und Erinnerungsdiskurs, Göttingen: Wallstein 2013) hat schon einiges an Resonanz erzielt – von nachdrücklichem Lob bis hin zu schäumender Wut (doch mehr von ersterem). Hier die Links, soweit verfügbar. Weiterlesen

Occupy Frieden – Ergebnisse der Befragung der „Montagsmahnwachen“

Sie wurden viel diskutiert – wir wollten es wissen und haben die Teilnehmer/innen der Montagsmahnwachen in 7 deutschen Städten befragt.

Welche Ziele haben die Teilnehmer/innen? Was denken sie über die aktuelle Krise und Politik im Allgemeinen? Wie rechts sind sie? Die überraschenden Befunde kann man nun auf unserer Webseite http://protestinstitut.eu nachlesen. Ein Einblick in ein politisch unbedarftes Milieu, mit dumpfem Unbehagen, das sich von kaum jemandem repräsentiert fühlt, nicht genuin rechts ist, aber hoch anfällig für für autoritären Populismus und Verschwörungsideologien.

http://protestinstitut.eu/projekte/demonstrationsbefragungen/befragung-montagsmahnwachen/

Auszug:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bewegung der Montagsmahnwachen nicht als rechte Bewegung zu verstehen ist. In weiten Teilen ist sie klar links orientiert, was sich in Wahlverhalten und politischer Selbsteinschätzung zeigt. Zugleich gibt es das starke Bestreben, sich der rechts-links-Einordnung zu entziehen, also ein Selbstbild, das die Einteilung in rechts und links zurückweist. Dazu kommen relevante Anteile der Befragten, unter denen nicht weltbildhaft ausgeformte rechtsextreme Ideologeme zustimmungsfähig sind. Besonders antiamerikanische und verschwörungstheoretische, aber auch antizionistisch-antisemitische und autoritäre Einstellungen haben eine teils große Verbreitung. Diese Koexistenz von zumindest aus Beobachterperspektive widersprüchlich erscheinenden Inhalten wird aber anscheinend kaum als problematisch empfunden. Das in der Diskussion vielfach thematisierte Szenario der Herausbildung einer Querfront-Bewegung, die linke und rechte Inhalte integriert, erscheint vor dem Hintergrund der widersprüchlichen Daten durchaus plausibel.